Das Ergebnis von 6:2 spiegelt nicht das Spiel wieder

Im letzten Spiel der Hinrunde trat die Mannschaft des SC Lerchenauer Sees, immerhin erster in der Gruppe Nord 3, gegen die punktlose Mannschaft von Arnbach/Niederroth an.

Die SCL'er traten bereits im Vorfeld wie die sicheren Sieger auf. Die Konzentrationslosigkeit begann schon im obligatorischen gemeinschaftlichen Kreis vor Spielbeginn. Hier wurde nicht: „wie spielen wir - auf Sieg“ ausgerufen, sondern: „.......auf unseren Sieg.......“, den die Mannschaft erst am Ende eines gewonnen Spiels ausruft.  Dies sollte sich die nächsten 70 Minuten so durchziehen. Beginnen wir mit dem Spiel. Unsere beiden Mädels setzten im Spiel die ersten Zeichen. Janine verwertete die erste Torchance nach gespielten 60 Sekunden zum 1:0, ein klassisches Abstaubertor. In der zweiten Minute zeigte Judith mit einem Tackling an der Außenlinie, dass mit ihr nicht zu spaßen ist und der Gegenspieler mit deutlicher Gegenwehr zu rechnen hat.

Diese beiden Aktionen waren für längere Zeit das einzig Positive am Spiel der SCL'er. Kein Kombinationsfußball, viele Fehlpässe. Genau das Gegenteil was die Mannschaft in den letzten Spielen auszeichnete. Der Tabellenletzte kam zu einigen Chancen, die Kilian mit Zwei Paraden jedoch entschärfte. Bester Mann der Arnbacher war der Torhüter, der einige der Chancen die sich ergaben, sehr gut pariert und entschärft hat. Gegen die weiteren Tore war er jedoch machtlos. Mit einer 3:0 Führung und noch zahlreich vergebenen Tormöglichkeiten ging es in die Halbzeit.

Wer jetzt mit einem Torfestival rechnete lag falsch.  Im Gegenteil, die Arnbacher kamen auf und erspielten sich Torraumszenen. Nach einer guten Parade von Kilian legten die Verteidiger ein „Schlafpäuschen“ ein und der Gegner konnte nach einer Hereingabe von der 16er-Linie ungehindert aus 5 Metern den Ball einschieben. Nur zwei Minuten später schnappte sich einer der Arnbacher den Ball, marschierte von der Mittellinie durch das Mittelfeld und die Abwehr des Tabellenführers und schloss zum 2:3 ab. Die Zuschauer waren entsetzt. Das Tor war jedoch ein richtiger Weckruf.

Die Trotzreaktion folgte. Im zwei Minutentakt fielen nun die Tore zum 2:6 Endstand. Das wohl schönste Tor erzielte Samuel mit einem Volleyschuss aus ca. 6 Metern. (Sein Vater hatte Angst, das Tornetz zahlen zu müssen – aber keine Angst,  so etwas bezahlt im Normalfall die Haftpflichtversicherung). Die SCL'er schlossen die Hinrunde ungeschlagen  ab, das ist das wesentliche aus diesem Spiel. Nicht jedes Spiel muss souverän und schön gewonnen werden. Die Zuschauer waren von den letzten Spielen sehr verwöhnt. Darum, von dieser Stelle aus, Glückwunsch an die Mannschaft des SC Lerchenauer Sees für eine tolle Hinrunde. Uns, den Zuschauern und auch den Verantwortlichen, hat es Spaß gemacht und wir freuen uns auf die Aufstiegsrunde im nächsten Jahr.

Grüße von der Seitenauslinie